Am vergangenen Samstag, 26.07.2025, trafen die KIT SC Engineers vor heimischem Publikum auf die Leonberg Alligators. Im strömenden Regen besiegten die Engineers die Alligators mit 31:14 und sind damit bisher ungeschlagen Meister der Regionalliga Südwest. Dies ist der größte Erfolg in der Geschichte der Engineers.
An dieser Stelle geht ein riesiger Dank an alle Beteiligten, ob auf oder abseits des Feldes. Auf dem Feld haben 56 Spieler Spiel für Spiel Höchstleistungen erbracht, egal ob Starter, Rookie oder Back-up. Jeder Einzelne hat auf seine Weise zu diesem Triumph beigetragen. Doch ein Team besteht nicht nur aus Spielern. Dazu gehören auch die Coaches, die sich unermüdlich in den Trainings engagieren, auf Gegner vorbereiten und vieles mehr. Egal ob für eine einzige Position oder eine ganze Unit, jeder Einzige ist wichtig und ohne ihn gäbe es diesen Triumph nicht. Danke sagen wir auch all denen hinter den Kulissen, den Organisatoren, die ihre Zeit opfern um sich ehrenamtlich für den Verein und das Team zu engagieren, die sich Woche für Woche, Spieltag für Spieltag ein Bein ausreißen, um den Jungs auf dem Feld und den Fans abseits des Feldes einen schönen Tag zu ermöglichen. Ein riesiges Dankeschön gilt auch all den Helferinnen und Helfern, die unermüdlich, ob Zuhause oder auswärts, bei jedem Spieltag und Training aushelfen. Sei es mit geschnittenem Obst und Wasser, an den Kameras, der Kette und den Grills und so vielem mehr. Ohne euch würde es nicht funktionieren! Und zuletzt noch ein großer Dank an alle Fans, die hinter den Jungs stehen, das Team anfeuern und teilweise selbst die weitesten Strecken auf sich nehmen, um das Team zu unterstützen. Ihr seid unglaublich! Nur alle gemeinsam haben wir es an diesen Punkt geschafft. Nur gemeinsam sind wir Meister!
Gefeiert wird beim nächsten und letzten Heimspiel der regulären Saison gegen die Heidelberg Hunters, am 09.08.2025 ab 17 Uhr. Wir hoffen, ihr erscheint zahlreich, um diesen Erfolg mit uns zu feiern.
Das Spiel begann mit einem Kick-Off der Alligators, wodurch die Engineers Offense von Offense-Coordinator und Headcoach Cato Zoua das Spiel beginnen durfte. Dieser erste Drive schien zunächst auch sehr erfolgreich, die Offense bewegte sich kontinuierlich das Feld hinunter bis weit in die Hälfte der Leonberger hinein. Dort passierte es dann: ein Pass von Quarterback Jonas Lohmann #13 konnte von Leonberger Safety Marc Schiele #33 getippt und abgefangen werden. Allzu weit kam er mit dem Ball zwar nicht, doch der Ballbesitz ging zu den Leonbergern über. Deren Offense rund um Quarterback Niklas Klute #6 konnte allerdings von der starken Karlsruher Defense unter Leitung von Defense Coordinator Simon Hergenhan nach nur drei Versuchen zum Punt gezwungen werden.
Den Fehler aus dem ersten Drive wollte die Karlsruher Offense allerdings nicht auf sich sitzen lassen und marschierte erneut souverän das Feld herunter. Doch auch die Leonberger Defense zeigte, dass sie etwas drauf hat und stoppte die Karlsruher in einem vierten Versuch knapp vor der Endzone der Alligators. Die Leonberger Offense schien allerdings noch ein bisschen mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen, denn erneut wurden sie nach nur drei Versuchen zum Punt gezwungen.
Die Engineers Offense hingegen dachte sich wohl “Aller guten Dinge sind drei” und kämpfte sich in ihrem dritten Drive erneut bis weit in die Hälfte der Leonberger. Dort machte die Leonberger Defense einen guten Job und drängte die Engineers zu einem Fieldgoal. Dieses Fieldgoal konnte von Linebacker Timo Fietkau #58 geblockt werden. Die Freude darüber währte allerdings nicht lange: der geblockte Ball kullerte Holder und Wide Receiver Tobias Gawlitza #84 direkt vor die Füße, wodurch er ihn aufnehmen und noch ca. 20 Meter weiter laufen konnte. So brachte er den Engineers ein neues First Down und eine sehr gute Feldposition an der 9 Meter Markierung direkt vor der Endzone der Alligators. Dort nahm Quarterback Jonas Lohmann #13 die Sache dann selbst in die Hand und konnte, dank guter Blocking-Arbeit der Offensive Line, fast ungehindert durch die Mitte mit dem Ball in die Endzone laufen und so den ersten Touchdown des Spiels erzielen. Auch der Extrapunkt konnte von Kicker und Cornerback Peet Löhr #2 wieder souverän verwandelt werden und so stand es nun 7:0.
Im anschließenden Drive zwang die Engineers Defense die Leonberger erneut zum Punt. Bei den Engineers hingegen schien nun der Knoten geplatzt zu sein: in nur wenigen Spielzügen arbeiteten sie sich das Feld herunter bis dann schlussendlich nicht weit vor der Endzone der Alligators Quarterback Jonas Lohmann #13 einen Pass auf Tight End Niklas Lakner #7 warf, den dieser in der Endzone zum nächsten Touchdown fangen konnte. Erneut war der Extrapunkt gut und ergab so einen Spielstand von 14:0.
Doch auch die Leonberger Offense fand nun ins Spiel: nach einem langen Drive, der sie mit vielen Läufen und Pässen bis knapp vor die Karlsruher Endzone führte, übergab Quarterback Niklas Klute #6 den Ball seinem Runningback Lars Theurer #31, der ihn bis in die Endzone zum Touchdown tragen konnte. Auch der Extrapunkt von Kicker Theophil Haman #3 war gut und führte zum Zwischenstand von 14:7.
Danach ging alles ganz schnell: kaum auf dem Feld warf Quarterback Lohmann #13 im ersten Spielzug einen langen Pass auf Wide Receiver Tobias Gawlitza #84, den dieser dank seiner flinken Beine schnell in die Endzone bringen konnte. Peet Löhr #2 traf erneut sein Fieldgoal und so erhöhte sich innerhalb weniger Minuten der Spielstand auf 21:7. Trotz nur kurzer Verschnaufpause zeigte die Engineers Defense, was sie drauf hat und zwang die Leonberger Offense daraufhin erneut zum Punt.
Anschließend wurde es etwas kurios und chaotisch. Nach nur wenigen Plays auf dem Feld warf Quarterback Jonas Lohmann #13 erneut eine Interception, diesmal zu Leonberger Safety Finn Weirich #10, was die Leonberger Offense wieder aufs Spielfeld brachte. Deren erstes Play in ihrem geschenkten Drive war ein Lauf von Runningback Lars Theurer #31, der allerdings dann von Karlsruher Linebacker Marvin Schieber #49 den Ball aus den Händen geschlagen bekam. Dieser Ball konnte daraufhin von Karlsruher Safety Thomas Protzel #30 aufgehoben werden, sodass die Engineers Offense an fast der gleichen Stelle, an der sie durch die Interception den Ball verlor, wieder auf das Feld kam.
Im zweiten Anlauf klappte es dann mit dem Touchdown. Mit nur noch etwas mehr als der Hälfte des Felds brauchte es wieder einmal nicht lange bis Jonas Lohmann #13 einen Pass auf Tobias Gawlitza #84 in der Endzone warf, den dieser zum nächsten Touchdown fangen konnte. Auch dieser Extrapunkt war gut und führte zum Stand von 28:7.
Mit nicht mehr allzu viel Zeit verbleibend in der ersten Halbzeit, machten sich die Leonberger wieder auf den Weg. Recht zu Beginn des Drives wurde einem der Schiedsrichter wohl etwas langweilig und versuchte auch mitzuspielen. Ein Pass von Quarterback Niklas Klute #6 landete nämlich nicht bei einem seiner Receiver, sondern in den Händen des Umpires. Danach bewegten sie sich weiter stetig in Richtung der Karlsruher Endzone. Dieses Ziel erreichten sie dank der Engineers Defense allerdings nicht. Die Karlsruher Offense erhielt daraufhin noch die Chance für ein Play, bevor es in die wohlverdiente Halbzeitpause ging.
Die zweite Halbzeit war, auch aufgrund des mittlerweile strömenden Regens, eher defensiv geprägt, was sich direkt in den ersten Drives beider Teams zeigte, da beide Offenses zu Punts gezwungen werden konnten. Doch die Leonberger Offense raufte sich noch einmal zusammen: nach einigen Plays fand Quarterback Niklas Klute #6 seinen Receiver Tim Theurer #80 zu einem weiteren Touchdown in der Endzone. Auch dieser Extrapunkt war gut und führte zum Zwischenstand von 28:14.
Im folgenden Drive der Engineers schaffte es Leonberg erneut erfolgreich die Offense aufzuhalten und zum langen Fieldgoal zu drängen. Doch sie hatten die Rechnung ohne Kicker Peet Löhr #2 gemacht, der den Ball zielsicher aus 56 Metern Entfernung zwischen die Goalposts bugsierte und so den späteren Endstand von 31:14 erzielte.
Im folgenden Drive mussten die Leonberger erneut punten. Aber auch bei den Engineers lief es nur mäßig, sie schafften es gerade so über die Mittellinie hinüber, bevor sie erneut ein Fieldgoal versuchten. Doch auch der beste Kicker schafft nicht jedes Fieldgoal, so auch Peet Löhr, dessen Fieldgoal-Versuch aus 58 Metern Entfernung diesmal leider nicht erfolgreich war.
Der letzte Drive der Alligators setzte dann der Leistung der Karlsruher Defense noch die Krone auf, indem es Linebacker Emin Böcker #42 noch schaffte einen Pass von Leonberger Quarterback Niklas Klute #6 abzufangen und so effektiv das Spiel zu beenden. Die Engineers Offense spielte daraufhin nur noch die Uhr herunter, bis sie das Spiel abknien und ihre wohlverdiente Meisterschaft feiern konnten.
Beendet wurde der Tag dann mit einer Wasserdusche von Quarterback Lohmann für die ohnehin schon durchnässten Coaches. Noch einmal einen riesigen Dank an alle Beteiligten und wir hoffen, beim nächsten Heimspiel viele Menschen zu anzutreffen, um gemeinsam den bis dato größten Erfolg der Engineers zu feiern.
Ein Dank geht außerdem an die Leonberg Alligators für das respektvolle Spiel und wir wünschen allen verletzten Spielern gute Besserung.
Titelbild: David Albert





